Ätherisches Öl


Ätherische Öle sind Inhaltsstoffe der Pflanzen, die durch ihren intensiven und charakteristischen Geruch gekennzeichnet sind. Sie werden durch die Haut und Schleimhaut gut aufgenommen. Es ist aber immer zu beachten, dass diese Inhaltsstoffe Konzentrate sind, wenn sie als Öl angeboten werden. Geschichtlich gesehen lassen sich die Anwendung von ätherischen Ölen weit zurückverfolgen, selbst im alten Ägypten waren sie bekannt. Deshalb liegt auch ein gutes Erfahrungswissen für die Anwendungen vor.

Diese Öle werden durch Wasserdampfdestillation (z.B. Rosenöl), durch Auspressen (z.B. Zitronenöl) oder durch Extraktion (z.B. Jasminöl) gewonnen. Wasserdampfdestillate und kalt gepresste Öle können, wenn es die Medikation erlaubt, auf die Haut aufgetragen werden. Bei Extraktionen auf Basis von Lösungsmitteln und Alkoholen ist größte Vorsicht zu genießen, da diese gesundheitliche Schäden verursachen können.

Vorsicht: Öle für die Duftlampen sind nur dafür gedacht und sind nicht am Körper oder innerlich zu verwenden. Ätherische Öle gehören nicht in Kinderhände und sind auch meistens nicht bei Kleinkindern bei der Behandlung anzuwenden.

Das Rosenöl ist das teuerste ätherische Öl, dies hängt mit dem Herstellungsverfahren zusammen. Dabei werden unterschiedliche Rosensorten verwendet, die auch regional bestimmt sind. In Europa steht die Ölrose (Rosa damascena), die Essigrose (Rosa gallicia) und die Hunderblättrige Rose (Rosa centifolia) im Vordergrund. Aus der Heckenrose (Rosa corymbifera) oder in Chile aus der Wildrose (Rosa mosqueta) können die Öle gewonnen werden. Die Blüten müssen in den frühen Morgenstunden gepflückt werden. Die Hauptpflückzeit der Rosenblüten ist von morgens um 4 Uhr bis um 9 Uhr. Ein späteres Pflücken wäre unzweckmäßig, da sich der Ölgehalt der Blüten aufgrund der ansteigenden Temperatur im Laufe des Tages verringert. Bis gegen Mittag verringert sich der Ölgehalt auf ca. 60 Prozent und bis gegen Abend sind sogar bis ca. 70 Prozent des Rosenöls verflüchtigt. Der Anteil des ätherischen Öles beträgt nur 0,02-0,03 Prozent in den Blütenblättern. 1 Tonne Rosenblüten liefert also maximal 200-300 g Rosenöl. Neben das Öl wird auch das bei der Produktion entstehende Rosenwasser in der Kosmetik verwendet.

Vorsicht: Ätherische Öle sind hochwirksame Mittel. Daher ist es schwierig zu erkennen, ob diese unbedenklich sind. Nehmen wir als Beispiel das Pfefferminzöl, da gibt es das toxikologisch entschärfte, also von Terpene befreites Öl. Im Jahr 2000 war nur 8,7 Tonnen von den 253,5 Tonnen eingeführten Pfefferminzöl terpenfrei.

 
 

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